Kampf gegen Steuerhinterziehung: Automatischer Informationsaustausch über Finanzkonten beginnt

Wenn Gelder ins Ausland transferiert werden, erfährt der deutsche Fiskus künftig häufiger davon. Grund ist der neue, automatische Informationsaustausch über Finanzkonten, der am 30.09.2017 zwischen Deutschland und 49 weiteren Staaten eingeführt worden ist und einem einheitlichen OECD-Meldestandard folgt. Das Bundesfinanzministerium bezeichnet den Schritt als einen "Meilenstein" im Kampf gegen die internationale Steuerhinterziehung und verspricht sich mehr Transparenz und Fairness im Steuerwettbewerb.

Hinweis: Grenzüberschreitender Steuerbetrug hat die einzelnen Staaten in den vergangenen Jahren vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den nationalen Steuerbehörden ist daher von zentraler Bedeutung, damit ausländische Einkünfte zur Besteuerung im Inland herangezogen werden können.

Bereits im Jahr 2014 hatten die OECD und die G20-Staaten einen gemeinsamen Meldestandard beschlossen, der nun Grundlage für den jährlichen automatischen Informationsaustausch ist. Mittlerweile haben sich über 100 Staaten und Gebiete zur Einführung des gemeinsamen Meldestandards bekannt. Zu den 50 Staaten der ersten Riege ("Frühanwender") werden in einem Jahr daher weitere hinzutreten.

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(aus: Ausgabe 12/2017)

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